Welche Rosen blühen jetzt?

Dies ist ein Tagebuch mit Bildern von meinen Rosen im Gärtchen.

Mittwoch, 15. November 2017

Rosenblüten im November

Längst ist mein Garten in der Winterruhe. Nur die Blüten der roten Kletterrosen leuchten noch vor dem Herbsthimmel.


'Amadeus' blüht nun schon seit dem Sommer ununterbrochen. 

Für mich ist es ein schöner Anblick, wenn ich in den Novembergarten schaue und die leuchtend roten Blüten sehe.

Sonntag, 23. Juli 2017

Rückblick - seit Beginn meines Rosengartens

In diesem Herbst wird mein Rosengärtchen 11 Jahre alt. Zeit für einen Rückblick auf meine Erfolge und Misserfolge mit Rosen.




Bis zum Herbst 2006 war unser Garten noch der Nutzgarten meines Vaters gewesen. Danach durfte ich mich hier austoben und ich wollte unbedingt einen Rosengarten haben.

"Kind, hier wachsen keine Rosen", das waren stets die Worte des Vaters, wenn ich mir Rosensträucher wünschte. Doch ich glaubte seinen Worten nicht. Leider konnte er die Umgestaltung des Gartens nicht mehr erleben. Sonst hätte er einsehen müssen, dass ich recht hatte. Hier im Garten gedeihen durchaus Rosen, wenn ich die richtigen Sorten auswähle.



Ich möchte von ganz vorne beginnen. In den Jahren 2007 bis 2009 beherrschten eine gelbe Kletterrose und Beetrosen den Anblick des Gartens. 




Duftzauber84, Bonica, Speelwark, Bernsteinrose, Leonardo da Vinci, Maxi Vita ... Das waren die Rosen, die ich zuerst für meinen Garten ausgesucht hatte. Und die Kletterrosen Golden Showers und Compassion. 


Kletterrose Golden Showers. Sie wurde leider Opfer eines starken Frostes.

Ich kaufte Rosenbücher und suchte nach Internet-Shops, die Rosen meiner Wahl verschickten. Kurz gesagt, ich war im siebten Rosenhimmel.

Leider habe ich den typischen Anfängerfehler gemacht und viel zu viele Rosen zu dicht gepflanzt. Bei Beetrosen ist es nicht so schlimm, wenn sie dicht zusammen wachsen. Aber bei Strauch- und Kletterrosen wird es schnell zu eng im Beet.

Nachdem im Januar 2012 eine lange, heftige Frostperiode die Hälfte meiner Rosen zerstörte, begann ich die Planung des Gartens zu überdenken. Ich wollte keine Beetrosen mehr haben, sondern lieber historische Strauchrosen.

Wir besuchten einen Wildrosengarten in der Nähe, um die Größe der Sträucher abschätzen zu können und erste historische Strauchrosen zogen bei mir in den Garten ein.

Ispahan, Tuscany, Hippolyte, Tess of the D'Urbervilles, Sovenier du Docteur Jamain, Artemis und Madame Hardy und andere Strauchrosen hatte ich mir ausgesucht ...

Eine wurzelnackte Rose kostet bei einem Rosenzüchter nur ungefähr 6 € und sie sind bei mir alle gut angewachsen. Jedoch bedachte ich nicht die endgültige Größe der Strauchrosen, sonst hätte ich nicht so viele Rosen ausgesucht.

Ab dem Sommer 2013 mussten jedes Jahr einige Rosen aus Platzmangel meinen Garten wieder verlassen. Ich habe einige verschenkt und sie wachsen jetzt im Nachbargarten oder bei Freunden und Bekannten.

Viele Rosen sind bei mir nicht gut gediehen. Sie bekamen Blattkrankheiten und waren ständig krank. Den Einsatz von Spritzmitteln lehne ich grundsätzlich ab. Deshalb sortierte ich alle Rosen aus, die anfällig für Blattkrankheiten waren.

Im Sommer 2016 war die Umgestaltung abgeschlossen. Es dominieren nun historische Strauchrosen, die ihre Blütezeit hauptsächlich im Juni haben. 

Alle Rosen, die schlimme Stacheln haben, sind ebenfalls verschwunden: Westerland, Artemis, Gebrüder Grimm und Tess of the D'Urbervilles haben mich bei den Pflegearbeiten oft sehr verletzt. Es sind alles regelrechte Stachelmonster und nun nicht mehr in meinem Garten.

Viele meiner Rosen, die noch hier wachsen, haben fast keine oder ganz weiche Stacheln. Das erleichtert die Pflege sehr. 

Bis auf die Aquarell sind auch alle Beet- und Edelrosen verschwunden. Was jetzt noch im Garten wächst, darf bleiben und wird gehegt und gepflegt.

Was habe ich in den vergangenen 11 Jahren über Rosen gelernt?

  • An Rosen kann man sich satt sehen, vor allem wenn man Sorten wählt, die überall wachsen.
  • Rosen sind Pionierpflanzen und brauchen freien Platz und frischen Boden. Eingezwängt in ein Staudenbeet kann das Laub von Blattkrankheiten befallen werden.
  • Bleiben sie mehrere Jahre am gleichen Standort, dann sollte zumindest der Bereich um den Stamm frei von Bewuchs bleiben.
  • Sie brauchen einen luftigen Standort, sonst treten Pilzkrankheiten auf.
  • Wenn ihre Bedürfnisse erfüllt werden, sind keine Spritzmittel nötig, weil die Rosen gesund und widerstandsfähig bleiben.
  • Nicht mehr so viele Rosen für meinen kleinen Garten haben wollen.
  • Rosen, die bei mir keinen Platz haben, kann ich dort besuchen wo sie gut gedeihen und mich an ihren Blüten ohne Frust erfreuen.
  • Ich überlege nun, ob ich 11 Monate lang eine Rose pflegen will für eine kurze Blütezeit von gerade mal vier Wochen. Manche Sorten blühen bei Hitze auch nur wenige Tage.
  • Rosen sind zwar die Königinnen der Blumen, können aber auch große Zicken sein.
  • Rosen haben Dornen und können mich bei Pflegearbeiten verletzen.
  • Ich mag weiterhin Rosen im Garten haben, aber nur noch wenige ausgesuchte Sorten.



Rosenbilder bis zum Jahr 2013:




Kletterrose Compassion, ist leider bei dem Extremfrost 2012 erfroren. Sie war auch sehr anfällig für Blattkrankheiten.

Kartoffelrose, auch Dünenrose genannt. Wucherte eine ganze Gartenecke zu und wurde gerodet, weil ich das Beet für andere Pflanzen brauchte. 

Rose de Resht, eine Anfängerrose. Sie wächst jetzt in einem anderen Garten.

Die Märchenrose Gebrüder Grimm wuchs bei mir drei Jahre im Topf. Später wurde sie ins Beet gepflanzt.

Leonardo da Vinci, ein Rosenklassiker. War aber zu anfällig für Blattkrankheiten.

Ein namenloses Röschen vom Discounter. Sie beschenkte mich drei Jahre lang mit tollen Blüten, dann starben ihre Triebe alle ab.

Leonardo da Vinci, schöne Blüten aber schlimme Blattkrankheiten. Deshalb musste sie meinen Garten verlassen.

Porta Nigra, meine erste Duftrose. Nach wenigen Jahren war sie mir langweilig geworden. Sie blüht jetzt in einem Nachbargarten.

Strauchrose Mozart. Sie wurde leider zum Rosenmonster und nahm das gesamte Beet für sich in Anspruch. Ich habe mich schnell an ihren Blüten satt gesehen und deshalb hat auch sie meinen Garten wieder verlassen.

Die Rosen Tess of the D'Urbervilles und Mozart. Beide wachsen nicht mehr in meinem Garten.

Eine Kleinstrauchrose namens Artemis. Sie musste aus Platzgründen gehen.

Blue Girl wuchs nur drei Jahre bei mir im Garten. Sie hat sich von alleine verabschiedet.

Strauchrose Westerland. Sie wurde viel zu groß für meinen kleinen Garten und nach wenigen Jahren gefiel mir die intensiv orange Farbe der Blüten nicht mehr. Sie musste deshalb wieder gehen.

Beetrose Frisia, gesundes Laub und schöne gelbe Blütenfarbe. Dazu ein angenehmer Duft, aber leider war kein Platz mehr für sie im Garten.

2013 zog eine rote Kletterrose namens Amadeus in meinen Garten ein. Das ist heute eine meiner Lieblingsrosen. 

La Paloma wuchs auch nur für drei Jahre in meinem Garten. Sie fiel dem Frost zum Opfer.

Ihr Markenzeichen ist der grüne Knopf in der Mitte: Madame Hardy. Aus Platzgründen habe ich sie wieder verschenkt.


Tess of the D'Urberville. Eine Strauchrose mit richtig gemeinen Stacheln. Trotz schöner Blüten habe ich sie verschenkt.


Rosenbilder aus dem Jahr 2014:

In diesem Jahr startete ich meinen Blog, der zunächst "Mein Rosen- und Staudengärtchen" hieß. Später wurde er umbenannt in "Alles was mir gefällt und mich bewegt".
Ich habe damals ausführlich meine Rosen in Bildern und Texten vorgestellt. Leider existieren die alten Beiträge nicht mehr.








Rosenbilder aus dem Jahr 2015:



Die rote Kletterrose Amadeus hat die Wand des Carports erobert. Ich mag ihre zart duftenden, blutroten Blüten, die den ganzen Sommer über aufgehen.

Die Blüten der Artemis duften bei Sonnenschein ganz leicht nach Anis. 

Artemis hat ganze Büschel von Blüten produziert. Leider sind sie nicht regenfest und wurden oft zu Mumien, ohne aufgegangen zu sein. Und sie verblühen oft schon nach einem Tag.

Ispahan hat herrlich duftende Blüten. In Grasse in Frankreich wird davon Parfüm gemacht. Ich liebe diese Strauchrose sehr.

Die leuchtend gelben Blüten der Friesia. Leider wurde sie zu stark eingezwängt und von anderen Pflanzen regelrecht überwuchert. Ich fand keinen anderen Platz im Garten für sie.

Das sah romantisch aus: Blüten der Artemis im Vordergrund und dahinter die rot-orangenen Blüten der Gebrüder Grimm. Jetzt wachsen in diesem Beet meine Säulen-Apfelbäume.

Die Märchenrose Gebrüder Grimm blüht im Sommer nach den historischen Rosen. Jedoch brauchte ich den Platz für die neuen Apfelbäume.

Madame Hardy sollte für ein wenig Sichtschutz am Zaun sorgen. Das war leider eine Fehlplanung. Die Rose wächst jetzt in einem Garten am Rhein.

So habe ich mir meinen Rosengarten immer gewünscht: Voller Strauch- und Kletterrosen, die im Juni herrlich blühen.

Das rote Beet: Rose Gebrüder Grimm mit rotlaubigen Stauden. Es existiert nicht mehr in dieser Zusammenstellung.


Die Ramblerrose Veilchenblau zur vollen Blütezeit im Juni.



Rosenbilder aus dem Jahr 2016:

Diese Rose hat den klingenden Namen Alissar Princess of Phoenicia. Es ist eine Hulthemia-Rose, die leider bei mir nicht richtig angewachsen ist. Schon zwei Jahre später habe ich sie wieder ausgegraben, weil keine neuen Triebe mehr kamen.

Meine liebste Rose im Garten: Kletterrose Amadeus.


Die Rose Asprin vermisse ich in meinem Garten. Aus Platzgründen hat sie gehen müssen. Wenn ich genügend Platz hätte, würde ich sie jederzeit wieder pflanzen. Die wunderschönen Blüten  haben keinen Duft, punkten aber mit ihrer Vielzahl.

Eine Blüte der Edelrose Aquarell öffnet sich. Sie wächst immer noch in meinem Garten.

Ghislaine de Feligonde.


Ein namenloses Röschen vom Discountermarkt. Hier an diesem Platz musste sie wegen Pflasterarbeiten weg und zum Glück fand ich einen anderen, guten Platz im Garten für sie.

Das ist meine jüngste Rose: Eine Moosrose namens Blanche Moreau. Sie ist noch sehr klein und nicht sehr fotogen. Ich hoffe, dass sie bald zu tollen Strauch wird.


Das war eine Rose, die sehr viel Pflegeaufwand benötigte: Souvenier du Docteur Jamain. Aus Platzgründen und weil sie nur mit viel Aufwand kultiviert werden konnte, musste sie zwischenzeitlich meinen Garten verlassen.

Tuscany hat regenfeste Blüten und wird von Insekten sehr geliebt.

Eine Kombination von Tuscany und Hippolyte, zwei Gallica-Rosen. Hippolyte musste gehen, weil sie seit 2015 ganz schlimm von Mehltau befallen wurde und sich mit Ausläufern durch den Garten arbeitete.



Mein Bilderarchiv umfasst noch viel mehr Aufnahmen. Die Auswahl für meinen Beitrag fiel mir nicht leicht.
Gerne denke ich auch an diejenigen Rosen, die nicht mehr in meinem Garten wachsen.